Oberitalienische Seen –Bezauberndes Vorzimmer des Südens

Oberitalienische Seen –Bezauberndes Vorzimmer des Südens

Für mich gehört die Landschaft um die oberitalienischen Seen zu der schönsten Region Italiens. Hier springt mein Herz sofort in den Romantikmodus. Die schneebedeckten Gipfel der Alpen sind immer in Sichtweite. Die Landschaft mit Palmen, Weinbergen, Zitronenbäumen und farbenfrohen Landschaftsgärten scheinen aus dem Bilderbuch zu kommen. Edle Villen und Paläste säumen die Ufer und die Farben der meist kristallklaren Seen, reichen von tiefblau bis türkisgrün. In die Berghänge schmiegen sich uralte Dörfer mit kleinen verwinkelten Gassen und bieten einen stillen und eigenwilligen Charakter. Jeder der Seen hat seine besonderen Merkmale.
Gardasee
Der Gardasee ist der größte See Italiens und küsst drei Regionen. Der Norden liegt im Trentino, das westliche Ufer gehört zur Lombardei und das Ostufer, mit dem 2218 Meter hohen Monte Baldo zu Venetien. Die speziellen Windverhältnisse des Nordens machen ihn zu einem hervorragenden Gebiet für Windsurfer und Segler. Im Süden ist er von einer feinen Hügellandschaft umgeben und die 4 km lange Halbinsel Sirmione ragt mit ihrer malerischen Altstadt in den See.
Comer See
Der Comer See ist vielen als Urlaubsheimat von George Clooney bekannt. Schon in vergangenen Zeiten bauten wohlhabende Kaufleute prunkvolle Villen und Gärten. Er hat die ungefähre Form eines umgekehrten Y. Der Ort Como am südlichen Ende ist seit dem 16. Jahrhundert für seine Seidenherstellung bekannt. Am Zusammenfluss der drei Arme liegt Bellagio auf einem Felsvorsprung. Der hübsche Ort mit verwinkelten Gassen und Arkaden gilt als schönster Platz am See.
Lago Maggiore
Die sanften Seewellen des Lago Maggiore gehören im Norden zum Kanton Tessin. Ascona und Locarno sind zwei der exklusivsten Ferienorte der Schweiz. Ascona ist bekannt für seine elegante Seepromenade und dem Berg Monte Verità. Hier revoltierten schon vor 100 Jahren junge Menschen und probierten sich in neuen Lebens- und Ausdrucksformen. Das Piemont erstreckt sich am Westufer und der östliche, wildere und naturbelassener Teil gehört zur Lombardei. In der Mitte des Lago Maggiore liegt Stresa, der Ort strahlt noch immer den Flair der Belle Époque und eines mondänen Nobelkurorts aus. Im Golf von Verbania – zwischen Verbania und Stresa – liegen die vier borromäischen Inseln. Benannt nach der Familia Borromeo, denen die sie jahrhundertelang gehörten. Ein Kleinod das seinesgleichen sucht.
Lago d’Orta
Während am Lago Maggiore der Tourismus tobt, geht es am 20 km entfernten Lago d’Orta viel ruhiger und beschaulicher zu. Denn erfreulicherweise trennt eine Bergkette die beiden Seen. Wie ein glitzernder Kristall liegt der Lago d’Orta zwischen Monte-Rosa-Massiv und Mottarone. Er ist der Kleinste der oberitalienischen Seen, aber nicht weniger anziehend als seine prominenten Brüder. Bereits der Philosoph Friedrich Nietzsche ließ es sich hier gut gehen. Ein stiller Ort und Geheimtipp unter Kennern und Naturfans. Seine Wasserfarbe strahlt oft im unverkennbaren Azur, so dass die französische Côte d’Azur neidisch werden könnte. Das Wasser ist kristallklar, oft mit Sicht bis auf den Seegrund.

Orta San Giulio
Viele schwärmen vom Städtchen San Giulio. Es liegt auf einer Landzunge und wird fast ganz vom See umschlossen. Hier findet sich ein Stück Bilderbuch Italien mit pittoresken Fassaden, Laubengängen und bezaubernden Hinterhöfen. Natürlich gibt es die typische Piazzas mit Restaurants und Cafés. Sehenswert ist der Palazzo della Comunità aus dem Jahre 1582. Der Ort kann sogar ein UNESCO-Weltkulturerbe vorweisen. Der „Heilige Berg“ Sacro Monte d’Orta liegt inmitten eines Waldes umsäumt von jahrhundertealten Bäumen.
Isola San Giulio
Nur eine Bootsfahrt entfernt findet sich die einzige Insel des Sees, die Isola San Giulio. Ihre Geschichte ist legendenhaft und kaum zu glauben: Der heilige Julius soll sie, nur auf einen Stock gestützt, von Feuer speienden Drachen und bösen Schlangen befreit haben. Heute kann der Besucher „gefahrlos“ die einzige Straße entlang gehen. Sie führt vorbei an zahlreiche Villen mit parkähnlichen Gärten, die früher nur von Kirchenherren bewohnt wurden. Sehenswert ist auch die Basilica di San Giulio, mit ihren Meisterstücken der Romanik.
Ein Fenster zum See-Die Resindez La Darbia
Den einmaligen Charme des Lago d’Orta können Gäste im La Darbia genießen. In der Residenz wurden fast verfallene Rustici, wie sie so typisch sind für die Region, nach ökologischen Aspekten neu aufgebaut. Dabei lag großes Augenmerk auf die Verwendung von natürlichen Baumaterialien wie Holz und Naturfarben, sowie auf der Aufbereitung der Originalsteine. Umweltfreundliche Wärmequellen und eine Wasserversorgung durch die hauseigenen Quelle runden das beispielhafte Konzept ab. La Darbia bietet unterschiedliche Ferienwohnungen an, von denen alle einen Blick auf den Ortasee, die Insel bis hin zum Monte Rasa massiv bieten. Die Residenz grenzt an einen Jahrhunderte alten Wald mit Hainbuchen, Ahorn, Esskastanien und idyllischem Bachlauf. Unterhalb des großzügigen Poolbereichs wurde auf alten Weinterrassen ein Weinberg neu angelegt, hier wachsen die Nebbiolo Trauben. Die Gebäude sind durch kleine Wege und Höfe voneinander getrennt und viele der Wohnungen besitzen einen eigenen Garten mit überdachter Terrasse. Ein Ort wie er romantischer kaum sein kann und er liegt nur 1 km oberhalb von San Giulio.

Ausflüge, Freizeit und Natur
Die Touristenführerin und Freundin des Hauses Cosetta, zeigt Gästen des La Darbia in exklusiven Exkursionen auch die versteckten Plätze dieser zauberhaften Region.
Oder man unternimmt einen Ausflug Alp Devero, er ist Teil des Naturparks Devero Veglia. Nur eine Stunde Autofahrt von der Residenz entfernt findet sich hier ein perfekter Ausgangspunkt für Spaziergänge oder Wandertouren. Am Devero startet der Naturpfad Vallaro, der über den Lago delle Streghe zum Hexensee führt. Weiter geht es dann in das Dorf Crampiolo. Jahrhunderte war das Dorf nur während des Sommers bewohnt und es scheint heute noch wie aus der Zeit gefallen zu sein. Nächster Stopp ist die Talsperre des Lago Devero und zurück geht es entlang der Straße zum Ausgangspunkt.
Natürlich ist die Gegend auch prädestiniert für Mountainbike-Touren oder für Wassersport mit Kanu, Kajak, Wasserski und dem Segelboot.
Genießer wie wir es sind und die Italien lieben wegen des herrlichen Essens und der wunderbaren Weine, kommen ebenfalls auf ihre Kosten. 30 Minuten Fahrt von La Darbia entfernt liegt der historische Weinkeller Nervi. Hier ruht in großen Eichenholzfässern der Gattinara Molsino. Ein Muss für Weinliebhaber. Auch die Wahl des richtigen Restaurants ist nicht schwer. Die Residenz reserviert gerne einen Tisch in der Hostaria dei Santi Numi oder der Taverna Antico Agnello. Feinschmecker schlemmen in der Villa Crespi, welche zwei Michelin Sternen besitzt. Küchenchef Antonino Cannavacciuolo und seine Frau Cinzia sind eng mit dem La Darbia verbunden.
Wer die Region am Lago d’Orta in idyllischer Umgebung erleben will, dem kann ich diese  Unterkunft nur empfehlen. Mehr Informationen: Ferienwohnungen am Ortasee (Lago d’Orta) und der Ortasee bei Google Maps . Wer einen kurzen Film sehen möchte wird HIER fündig.

Parktische Informationen
Anreise: Am einfachsten ist es mit dem Flugzeug. Viele Billigflieger landen in Bergamo oder Mailand-Malpensa. Manchmal gibt es den Hin-und Rückflug schon unter 30 €.
Transfer zu den Seen: Wir können die „Öffentlichen“ in Italien nur empfehlen. Sie sind vergleichsweise günstig und verlässlich.
Zugauskunft: Gibt es HIER
Bustransfer: Einige Verbindungen gibt es Hier
Schiffsverbindungen auf den Seen finden sich HIER
Für weitere Information einfach den entsprechenden See anklicken:
Gardasee ,Comer See ,Lago MaggioreOrtaseeIseoseeLuganer See
Alle die erholsame Tage in einer Landschaft mit Palmen, Zypressen, Olivenhainen und beim Plätschern der Seewellen verbringen möchten, die sollten die Oberitalienischen Seen entdecken. Ich weiß, ich schwärme für die Region, aber die mediterrane Leichtigkeit macht einfach Lust auf Leben. Und so ist es nun einmal, wenn man sein Herz verloren hat.

Wie immer hoffe ich Euch ein wenig neugierig gemacht zu haben. Wem der Blog gefallen hat, der kann uns gerne abonnieren (natürlich gratis), einfach oben links die E-Mail eintragen und schon kommen die aktuellen Welt-Sehen und Erleben News zu Euch. Auch über einen netten Kommentar würden wir uns sehr freuen.