Jordanien - Königreich zwischen den Welten

Jordanien – Königreich zwischen den Welten

Jordanien wurde von vielen beeinflusst Nabatäer, Römer, Araber, Christen und Osmanen. Heute ist das kleine Land so etwas wie die Schweiz des Nahen Ostens. Ein Reiseziel in der arabischen Welt, das man guten Gewissens empfehlen kann. Und es hat viel zu bieten: Weltwunder, zwei Meere, unglaubliche Naturschönheiten, bizarre Wüstenlandschaften und spannenden Kulturstätten. JordantalHier reist man sicher, wer mag entdeckt das Königreich auf eigene Faust oder erwandert es. Wir sind mit einem kleinen Spezialveranstalter durchs Land gefahren und das war unsere Tour.Wadi Rum

Hauptstadt Amman

Angekommen sind wir in der Hauptstadt Amman. Eines vorweg schön ist es hier nicht. Hauptstadt AmmanTrotzdem lebt hier ein Großteil der Landesbevölkerung. Die Stadt ist typisch arabisch extrem laut, chaotisch sie fordert alle Sinne. Einen Besuch wert: die Zitadelle, schon wegen der tollen Aussicht auf die Altstadt. Zitadelle AmmanAußerdem gibt es ein Museum, viele alte Tempel, Paläste und Häusern aus vergangenen Epochen zu sehen.

Umayyaden-Schlösser

Am Beginn der Reise ging es in den Norden, Wüsten Schlösser entdecken. Qasr KharanaBesucht haben wir das Qasr Kharana, das uns durch seine kompakte Bauweise an eine Karawanserei erinnerte.

 Qasr el-AzraqDas Qasr el-Azraq, hingegen war interessant, weil Laurenz von Arabien mit seiner Rebellentruppe dort überwinterte.

Sehr gefallen hat uns das Umayyaden-Schloss Qasr Amra. Der Kalif Al Walid I hat hier im 8. Jahrhundert rauschende Partys gefeiert, wer die Wandmalereien genau betrachtet, sieht, dass er es wohl ganz schön hat „krachen lassen“. Fresken Umayyaden-Schloss Außerdem zu sehen schöne Fresken und kunstvolle Mosaikböden.

Madaba

Im “Pulverfass Naher Osten” ist Jordanien ein Land, indem es erstaunlich friedlich zugeht. Madaba ist ein Ort, wo wir erlebt haben, wie unterschiedliche Weltreligionen gemeinsam leben können. Madaba Die Kirche heißt hier „Jesus Moschee“ und die unterschiedlichen muslimischen, christlichen und beduinischen Einflüsse verbinden sich zu einem friedlichen Miteinander.

Jerash

Ja,- und auch die Römer haben im Land Spuren hinterlassen. Säulen JerashDie am besten erhaltenen römischen Ruinen des Orients befinden sich in Jerash. Die Ruinen sind in einem erstaunlich guten Zustand, weil sie durch ein Erdbeben im Jahr 749 mit Erde bedeckt wurden. Jerash TorWer im Süden durch das Bogentor läuft, fühlt sich sofort zurück versetzt in die Vergangenheit. TheaterSehr beeindruckt waren wir von den Amphitheatern und der fast 1 km langen Allee.Jerash Säulenstraße Sehenswert sind auch: der Artemis-Tempel, das Hippodrom, das ovale Forum mit Säulengang und die Kathedrale.Jerash Säulen

Petra und Event Petra by night

Wer Jordanien besucht, MUSS natürlich Petra sehen, eines der neuen sieben Weltwunder und UNESC0-Welterbe. So auch wir. Petra by nightIch war gespannt auf das Spektakel „Petra by night“ und hatte bezaubernde Bilder im Kopf von flackernden Kerzen und einer magischen Stimmung unter dunklem Sternenhimmel. Leider wurde nichts davon wahr. Vor dem Schatzhaus ist es voll mit Menschen, die Platz suchen. Statt Kerzen Taschenlampe, Mobiltelefone,- hektisches Durcheinander. Der Event, besteht aus Musik vom Band und einem Beduinen (Jeans und T-Shirt), der Frieden für alle fordert (jedenfalls das …). Gefallen hat uns lediglich das Lichtspiel am Schluss, dann erstrahlt das Schatzhaus in verschiedenen Farben.

Nabatäerstadt PetraEtwas ganz anderes war der Besuch am nächsten Tag. Hier spürten wir, warum die Jordanier so stolz auf diesen einmaligen Ort sind. Petra SiqSehr genossen haben wir den Spaziergang durch den 1,5 km langen Siq. Teilweise über 70 m ragen die Felsen am Rand empor, Indianer Jones lässt grüßen. Petra Schlucht SiqNach etwa 15 Minuten Weg öffnet sich die Schlucht zum „Schatzhaus“, das bei den Nabatäern wohl so etwas wie die Elbphilharmonie war. Prachtbau zum Beeindrucken der Besucher. Die 40 m hohe Fassade hat schon viel zu bieten, ist jedoch nur ein kleiner Teil des prachtvollen weitläufigen Areals.Petra Areal

Um alles zu sehen, kann man sich ruhig zwei Tage Zeit nehmen. Die Existenz Petras wurde lange von den Beduinen als strenges Geheimnis gehütet. Petra Kloster1812 entdeckte ein Schweizer die Stadt. Ausgrabungen brachen wirklich sehenswerte Ruinen zutage. 800 Denkmäler und Bauwerke sind bis heute erhalten. Petra BautenWir konnten uns gut vorstellen, wie das Leben der Nabatäer hier ablief. Sie nannten Petra „die Rote“, was auf die rötliche Färbung des Sandsteins hinwies.Petra Felsen

Wir haben den 2 Stunden und extrem schweißtreibenden Aufstieg im Wadi Kharareeb zum Kloster ausgelassen, es soll jedoch sehr empfehlenswert sein, mit beeindruckender Aussicht.Petra südliche Ruinen

Stattdessen haben wir richtig „Tourist gespielt“ und ließen uns mit der Pferdekutsche über den sehr holprigen Weg nach draußen bringen. Richtig teurer Touri-Nepp, aber wir hatten viel Spaß dabei.Pferdewagen petra

Wüstenlandschaft im Wadi Rum

Etwas ganz anderes, aber nicht minder beeindruckend ist die Wüstenlandschaft im Wadi Rum. Wadi Rum

Weitläufig, einsam und gottähnlich waren die Worte, die Lawrence von Arabien für sie fand.  Wadi Rum FelsenWir waren ebenfalls begeistert von den majestätischen Gebirgs- und Felsformationen und der unendlichen Weite der roten Dünen. Es gibt auch die Möglichkeit, die Ruhe und Stille mit einer Übernachtung im Beduinencamp zu erleben.Landschaft Jordanien

Wir übernachteten in Akaba am Roten Meer. Hier grenzt Jordanien an Israel, Ägypten und Saudi-Arabien. Viele schätzen die guten Tauchreviere in der Umgebung des Badeortes. Die Saudis kommen zum Feiern hierher.

Totes Meer

Für uns ging es am nächsten Tag ans Tote Meer.Mount Nebro

Wer mag, kann einen Stopp bei Mount Nebo einlegen. Die herrliche Aussicht bis hinüber nach Israel blieb uns leider verwehrt, aber die Mosaiken mit Jagdszenen, Löwen und Gazellen sind wirklich sehenswert.Mosaiken Mount Nebro

Am Toten Meer angekommen ging es für uns sofort ins Wasser. Totes MeerUnd es wirklich ein tolles Erlebnis im Wasser zu schweben, denn Schwimmen ist im salzigsten See der Welt nicht möglich. Schwimmen Totes MeerDas Salz sorgt für Auftrieb, also treibt man fast schwerelos. Ein außergewöhnliches Erlebnis.

Jordanien hat uns an vielen Stellen überrascht und sehr gut gefallen. Das kleine Königreich mit seinen spannenden Spuren der Geschichte, den unglaublichen Landschaften ist wirklich etwas ganz Besonderes.

Siq

 

Reiseideen für Jordanien

Spezialreisen: http://tropicaldesert.me/#about

Wandern und Trekking: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/6529-jordan-trail/

Jordantrail: https://jordantrail.org/

Ballontouren: https://de.terhaal.com/jordan-wadi-rum-hot-air

Touren Wadi Rum: https://wadirumjeeptours.com/

Fremdenverkehrsamt: http://de.visitjordan.com/