Geheimtipp Kapverden– Sommer das ganze Jahr

Geheimtipp Kapverden– Sommer das ganze Jahr

Kapverden Strand

Ursprünglich sollte es sein, ein bisschen Abenteuer, aber mit eigenem Charakter und vor allem ganz entspannt. Beim surfen durch mein Lieblings-Ferienhausportal stieß ich dann auf die kapverdische Insel Boa Vista und ein Ferienhaus direkt am Meer. Sechs Stunden Flug von Deutschland entfernt mit karibischen Temperaturen auch im Winter. Für die Kapverden benötigt man ein Visum. Das bekommt man am Flughafen, muss aber lange warten. Wir haben es vorab in Deutschland beantragt. Ging ganz einfach,- Formular ausfüllen (gibt’s im Internet) Reisepässe in den  Umschlag, mit frankiertem Rückumschlag, Geld überweisen und zwei Wochen später waren die Visa da. Geflogen sind wir ab Hannover mit Zwischenlandung auf den Kanaren. Der Flughafen von Boa Vista ist klein und teilweise unter freiem Himmel, alles ist hier extrem relaxt. Wir hatten den Abholservice vom Ferienhaus genutzt, man kann aber auch ein Taxi nehmen. Es kostet so um die 10 Euro in den Hauptort Sal Rei.

Wer Strandurlaub liebt oder Surfer ist, wird diese Insel mögen. Hier gibt es entspannte Bars mit guter Musik am Strand. Man wird es kaum glauben, die meisten sind unter italienischer Leitung. Wenn wir nicht unsere traumhafte Terrasse genossen haben, wurde am Strand in den Tag hinein gechillt und den Kitesurfern zugeschaut.

Die Landschaft der Insel ist karg und wüstenähnlich, neben Hotel- und Stadtstränden gibt es viele scheinbar endlose, einsame Strände, wie die Praia de Santa Monica. Diese ist menschenleer und über 15 km lang.

Ein Ausflug zum Wrack der Cabo Santa Maria im Norden der Insel lohnt auf jeden Fall. Das Frachtschiff lief hier 1968 auf Grund. Entweder nimmt man einem Geländewagen oder geht ab Sal Rai zu Fuß. Wer läuft, sollte pro Wegstrecke etwa zwei Stunden planen.

Wie aus einer anderen Welt wirkte die Deserto de Viana auf uns. Eine Wüstenlandschaft mit meterhohen, feinsandigen Dünenfeldern. Hier wird Wüstenfeeling pur geliefert.

Mein Tipp: Bei Ralph eine Inselrundfahrt buchen, er besucht mit seinen Gästen die schönsten Orte der Insel und Feste bei Einheimischen. Wer es sportlich mag, kann bei ihm auch Mountainbikes mieten. http://www.mybaobabtour.com/

Auf Boa Vista gibt es auch ein Feld, dass Glück verspricht. Wer es schafft, 5 Steine übereinander zu stapeln bekommt Glück, bei 6 Steinen gibt es noch Gesundheit gratis dazu.

Gefährliche oder gar giftige Tiere, wie Schlangen oder Spinnen, gibt es auf den Kapverden nicht.

Eine Besonderheit, über die wir sehr erstaunt waren, sind die freilaufenden Pferde, die ihr Futter in den Mülltonnen suchen.

Boa Vista zählt jedoch zu den weltweit     bedeutendsten Eiablageplätzen der unechten Karettschildkröte. Von Juli bis September kann man nächtliche Exkursionen und geführte Beobachtungen buchen.

Selbstversorgung ist auf Boa Vista kein Problem. Auf dem Markt gibt es täglich eine Auswahl mit Obst und Gemüse oder man kauft es von Händlern auf der Straße. Frischen Fisch gibt es fertig zurechtgemacht am Hafen. Ein Supermarkt unter italienischer Leitung bietet ebenfalls alles für den täglichen Bedarf. In den „Chinese-Shops“ gibt es Bötchen, Zigaretten und Wein oder Bier.

Wir haben einige der Restaurants in Sal Rei getestet, mit Abstand am besten hat uns die „Pizzeria CA LUISA“ in der zona Joao Cristobal gefallen.

Wer es komfortabel und durchorganisiert mag, der kann einen Urlaub in verschiedenen Hotels buchen. Hier gibt es jetzt schon mehrere Angebote, am Besten bei holidaycheck oder Olimar sehen was gefällt und was zu einem paßt. Wenn wir Wasser und Stromausfall hatten, sind wir am Strand entlang auf einen Cafe ins Hotel gewandert. Das war für dreißig Minuten mal angenehm, aber von der Insel und den netten Menschen bekommt man in den Hotels eher weniger mit.

Etwas ganz besonderes soll das Hotel Spinguera Ecolodge sein. Ein Ökoresort mit Designcharakter. Die Besitzerin ist Künstlerin und hat alle Zimmer individuell eingerichtet. Uns war es etwas zu abgelegen und es ist auch nicht ganz billig.

Die Kapverden sind nach wie vor ein echter Geheimtipp. Die Caboverdianer sind freundlich und hilfsbereit und trotz Armut findet man hier ganz viel Lebensfreude.

Für das nächste Jahr haben wir eine Rundtour durch den Archipel geplant, damit wir auch die grüneren Inseln kennenlernen.

Quelle: CI Agência Cabo Verdiana de Promoção de Investimentos