Valencia – Spaniens  unbekannte  Schöne am Meer

Valencia – Spaniens unbekannte Schöne am Meer

Erzähle ich von meiner Reise nach Valencia, so höre ich fast immer „kenne ich gar nicht, wo liegt denn das, gibt´s da was zu sehen?“  Und ob! Für mich ist Valencia fast noch schöner als Barcelona, denn sie ist wirklich noch „unberührt“ und authentisch spanisch. Zugegeben, auch ich habe viele Male nur einen Kurzstop hier verbracht, völlig zu unrecht. Valencia hat vieles was eine Reise absolut empfehlenswert macht. Sie besitzt  den besonderen Charme einer Stadt am Meer und verbindet ihr historisches Stadtbild mit avantgardistischster Architektur. Hier wird der America’s Cup ausgetragen und Formel 1 Rennen gefahren. Aber vor allem ist sie Urspanisch. Die kleine Schwester von Madrid und Barcelona spielt sich mit ihrem eigenem ganz besonderem Flair direkt ins Herz.

Blick von unserem Apartment über die Dächer

Wir hatten eine kleine Wohnung, hoch über den Dächern der Stadt gemietet. Von hier aus kamen wir bequem mit dem Bus ins Herz der Stadt, dem Plaza de la Reina oder dem Plaza del Ayuntamiento. Von hier aus kommt man in wenigen Minuten zur Kathedrale.

Catedral de Santa María

Das Wahrzeichen Valencias ist ihr achteckiger Turm, der El Miguelete aus dem 14. Jhdt. Die 207 Stufen bis zur Aussichtsplattform haben wir nicht erklommen, denn die Menschenschlangen haben uns abgeschreckt. Der Ausblick soll jedoch  gigantisch sein.

Der Plaza del Ayuntamiento hat und uns besonders gefallen. Die prächtigen Gebäude sehen einfach atemberaubend aus, wobei das Regierungsgebäude den Platz dominiert.

Plaza Ayuntamiento

Besonders genossen haben wir das Barrio El Carmen. Die Mischung aus schick und alternativ hat es uns angetan. Kleine verwinkelte Gassen, historische Gebäude und moderne Cafés und Bars prägen das Gesicht des Altstadtviertels.

Barrio Russafa

Im Trendviertel, dem Barrio “Russafa”,  lebt eine bunte Mischung aus Studenten, Emigranten und Einheimischen. Hier ist Valencia authentisch, die engen Gassen und die vielen alten Häuser, oft noch nicht restauriert, geben dem Viertel seinen ganz eigenen Reiz. Neben den zahlreichen Bars, haben wir häufig in den Restaurants Tapas genossen. Für  das Nachtleben ist dies ebenfalls die richtige Adresse. Es ist immer viel los, aber im Gegensatz zum Barrio “El Carmen” selten überfüllt. Wir als „früh-essende Mitteleuropäer“ mussten jedoch lernen, dass selbst ein simpler Restaurantbesuch erst ab 22.00 Uhr möglich ist. Die Spanier tafeln bis spät in die Nacht hinein. Wir haben häufig auf unserer Terrasse hoch über den Dächern gegessen. Auf dem Markt (Mercado de Russafa) findet man typisch spanische Lebensmittel. Außerdem verkaufen hier Fleischer, Fischverkäufer, Obst- und Gemüsehändler ihre Waren. Die Markthalle, die zum Mercado de Russafa gehört  ist sehr bekannt und befindet sich etwas nördlich des Plaza Ayuntamiento . Besonders schön ist die Jugendstil – Fassade,  mit Glasfensterfronten, Keramikfliesen und Mosaiken.

Die grüne Lunge Valencias sind die Turia-Gärten. Sie spenden wunderbaren Schatten. Da es in Valencia schon im Frühjahr sehr heiß werden kann, ist es ein beliebter Aufenthalts- ort für Spanier und Touristen. Die Parkanlage ist eigentlich ein trockengelegter Fluss. Früher floss der Río Turia durch die Stadt und starke Regenfälle führten mehrmals zu Überschwemmungen. Im Oktober 1957 stand die gesamte Innenstadt unter Wasser. Daraufhin wurde der Fluss umgeleitet. Das 8 km lange und etwa 200 m breite Flussbett wurde trocken gelegt. Aber erst 1985 erhielt Valencia die Turia Gärten.

Ciudad de las Artes y las Ciencias

Wer Valencia besucht kommt nicht umhin, die Stadt  der Künste und Wissenschaften (Ciudad de las Artes y las Ciencias) zu besuchen. Auf ihrem Gelände  fühlten wir uns wie in einer anderen Welt. Die avantgardistischen Gebäude haben ihren ganz eigenen besonderen Reiz. Entworfen wurden sie von einem meiner Lieblingsarchitekten Santiago Calatrava.

Das Gebäude-Ensemble besteht aus der „Hemisfèric“ (Imax-Kino), dem „Museu de les Ciències Príncipe Felipe“ (Naturkundemuseum), dem Oceanogràfic (ein Aquarium), dem Palau de les Arts Reina Sofía (Opernpalast) und dem Umbracle (Palmengarten). Neben der wirklich beeindruckenden Architektur haben uns auch die vielen Wasserspiegelungen gefallen.

Strand Malvarrosa

Valencia eignet sich auch hervorragend für Badeurlaub. Der Strand “Malvarrosa” ist der bekannteste. Er bietet schon fast Karibikfeeling.  Mit seiner  Länge von über 2 Kilometern tobt hier das Leben. Außerdem findet im Sommer in den Strandbars, oft das Nachtleben statt. An der Strandpromenade kann man in zahlreiche Fisch- und Paellarestaurants lecker essen. Malvarrosa ist sehr sauber, wenn man bedenkt, dass es sich um einen Stadtstrand handelt. Ebenfalls ist er ideal, wenn man Fahrradfahren und Joggen möchte. Mit der Straßenbahn erreicht man ihn bequem von der Stadtmitte.

America’s Cup Gelände

Für mich als Segelfan ist Valencia natürlich auch wegen des America’s Cup ein Begriff. Für mehr als 30 Millionen Euro wurde das Hafengelände für diesen Wettbewerb umgebaut. Wenn hier die großen Segelboote vorbeiziehen ist das absolut sehenswert.

Wer auf Boliden steht, der sollte die Stadt besuchen wenn hier die  Formel 1 ausgetragen wird. Wie in Monaco, geht der Kurs 4 km direkt durch die innerstädtischen Anlagen. Mit mehr 300 km/h fahren die Teilnehmer am Ufer des Mittelmeers vorbei und  überqueren an einigen Stellen sogar das Wasser. Wer mag kann das  Spektakel auf Tribünen und an den Stränden und in der Stadt verfolgen.

Egal ob sportlicher Event, tolle Architektur oder Strandvergnügen,- Valencia ist aus vielen Gründen eine Reise wert. Wer also ein Stück wirklich schönes Spanien entdecken will, sollte wie wir die noch wenig bekannte Schöne besuchen.Wenn ihnen mein Reisebericht gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen. Falls sie mehr lesen möchten, dann abonnieren sie uns kostenlos auf der Startseite.